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Montag, 24. März 2014

Leserbrief: EEG gehört abgeschafft...


Kommentare:

Kurt Lowinski hat gesagt…

Leider hat der Schreiber dieses Leserbriefes die elementaren Zusammenhänge nicht verstanden und ist daher zu völlig falschen Schlussfolgerungen gekommen.

1) Stand heute gibt es keinen “überflüssigen“ Strom aus Windkraft oder Solarstrom, denn dieser genießt aus gutem Grund Einspeisevorrang (da Strom aus diesen Quellen Sauber ist, ganz im Gegensatz zu dreckigem Strom aus konventionellen Kraftwerken). Erst wenn es Zeitpunkte gibt, zu denen mehr als die gesamte Last durch Erneuerbare gedeckt wird, ist der zu viel erzeugte Strom hier überflüssig. Aktuell ist es Im Wesentlichen Kohlestrom, der überflüssiger Weise erzeugt und ins Ausland verschenkt wird, weil Kohlekraftwerke nicht besonders flexibel sind und auf Schwankungen nur schlecht reagieren können. Aber warum nutzen dann die Energieversorger nicht sauberere Gaskraftwerke? Weil Kohle gerade billig ist und Luftverschmutzung durch billige Emissionszertifikate nichts kostet.

2) “Wenn mal der Wind nicht weht...“ ist eine sehr einseitige Betrachtungsweise, denn wenn das So ist, scheint meistens die Sonne. Und wenn an wenigen Tagen im Jahr Sonne und Wind keine Energie liefern, dann kann man vergleichsweise saubere Gaskraftwerke einsetzen oder besser noch viele in den Häusern verteilte kleine Gas-Blockheizkraftwerke, die dann neben den Strom auch noch die benötigte Wärme erzeugen.

Das EEG gehört also keineswegs abgeschafft. Leserbriefe wie dieser zeigen das letzte Aufbäumen der konventionellen Energieindustrie, die natürlich im Rahmen der Energiewende einen wichtigen Geschäftsbereich verliert. Früher war sie für die Erzeugung aller Energie zuständig. Nun wandelt sich die Aufgabe immer mehr hin zur Feuerwehr, um Lücken dann zu füllen, wenn erneuerbare dies nicht können. Damit lassen natürlich nicht so gut Milliardengewinne erfahren wie früher! Daher ist der Widerstand nur verständlich.

Durch das EEG profitieren heute schon über 1,4 Millionen Betreiber, die überwiegend Privatpersonen, kleine Gesellschaften und Energiegenossenschaften sind. Das Geld geht nicht an Aktionäre, sondern kommt der lokalen Wertschöpfung zugute.

Fazit: Das EEG nimmt den großen Energiekonzernen den Gewinn aus der Hand und verteilt ihn im Wesentlichen an die Bevölkerung. Genau deshalb ist es zu erhalten und weiter zu entwickeln!

Lärmstopp Bürener Land hat gesagt…

Herr Lowinski,

es ist ja erstaunlich was Sie hier alles schreiben. Ihr Enthusiasmus ist fast schon ansteckend.

Sicherlich ein Schelm, der glaubt, dass hinter Ihrem Pseudonym ein Investor stecken könnte.

Vorschlag: Machen Sie doch einen eigenen Blog auf. Vielleicht verlinken wir den dann hier.